Wieder ein schöner Tag am Mittelmeer. Im Gegensatz zum Wochenende kam der Wind nicht aus Richtung Meer, sondern aus dem Landesinnern. Also vom Berg runter. Das ist der eine Fakt.
Ich wollte meiner lieben Frau etwas Gutes tun und hab ihr eine Luftmatraze mit Muffinförmchen gekauft. Das ist der andere Fakt.
Natürlich haben wir die Matte auch ausprobiert. Leider ist niemanden außer unserer Jüngsten in der Lage, sich im Wasser auf die Matte zu legen – wir andere fallen direkt wieder runter. Die alten Luftmatrazen waren wohl doch griffiger…
Neben uns im Sand hat es sich eine Familie aus südlichen Bundesländern (Vermutung aufgrund der Sprache) mit 2 Matten und einem eigenem Sonnenschirm bequem gemacht. Um die Mittagszeit war diese Familie nicht da, vermutlich Essen. Dann kam der Wind. Und eine der beiden Matten wollte schwimmen gehen. Als ich das sah, hab ich Lisa gefragt, ob ich die Matte retten soll – „natürlich“ meinte sie. Flossen und Brille gegriffen und ab ins Wasser. Zu diesem Zeitpunkt war die Matte ca. 100m im Wasser. Energiesparende lange Armzüge mit 2er Atmung – die Flossen kosten Energie. An Isabel und Sabine vorbei und weiter. Anfangs war ich der Meinung, der Matte näherzukommen – war aber wohl ein Irrtum. Nach ca. 4-500m hab ich dann die Verfolgung aufgegeben – jedesmal, wenn der Wind die Matte hochgehoben und gedreht hat, ist die ca. 2m übers Wasser geflogen. Ich hatte wohl keine Chance.
Am Nachmittag sind dann Sabine und Lisa mit der neuen Matte ins Wasser. Wie ich die beiden so beobachte, hebt unsere Matte ab und will auch schwimmen gehen. Also wieder – Flossen und Brille und hinterher. Lisa hatte schon die Verfolgung aufgenommen und ist mit Speed hinterher. einen augenblick dachte, jetzt hat sie das Ding – dann kam Αἴολος (ist der Gatte von Eos) und hat sie weggepustet. Es war uns kein Erfolg beschieden – Tschüss Matte.
40min später hat eine weitere Frau ihrer Matte hinterhergeschaut, als diese auch vom Fernweh gepackt das Weite suchte….