Bisher sichere ich bei Kunden und bei mir selber auf externe Festplatten oder RDX-Laufwerke. Dazu nutze ich entweder Windowsboardmittel oder die beim RDX mitgelieferte Software (Accu-Gard oder so ähnlich). Allerdings sind die meisten Kunden nicht diszipliniert: Entweder bleibt dass Medium im Laufwerk oder es wird nicht regelmäßig gewechselt. Bei den externen USB-Platten ist es genauso: Entweder bleiben die dauerhaft dran oder werden nie angesteckt. Beides ist nicht befriedigend. Ich kann zwar im Worst-Case problemlos darauf verweisen, das der Kunde selbst schuld ist, das hilft aber ihm und mir nicht weiter. Schließlich bezahlt der Kunde mich unter anderem auch dafür, das ich das idiotensicher mache…
Ich hab da eine Software entdeckt, die es in einer Free Edition gibt:
Damit kann ich erst mal problemlos die Einschränkungen der Windows eigenen Sicherung umgehen. Die mag nämlich nicht immer auf RDX oder USB-Platten sichern. Außerdem, und das ist in meinen Augen der große Vorteil, kann ich der Software Zugangsdaten mitgeben. Daher habe ich jetzt die folgende Vorgehensweise etabliert und setzte es gerade schrittweise um:
Wartungskunden mit Geschäftskritischen Daten
Hier fahre ich zweigleisig. Die wichtigen Daten werden vom SmallBusinessServer mittels der Serversicherung auf das RDX-Medium gesichert. Jeweils Montags wird das Medium gewechselt. Mir wäre es zwar lieber, das Medium würde nach der Sicherung ausgeworfen, aber da ist wieder das Problem mit der Disziplin…
Zusätzlich läuft da also noch ein
NAS-Eigenbau, mit etwas potenteren Prozessoren als diese Teile standardmäßig haben. Nach vielen Tests benutze ich jetzt den OpenSource-Teil von DSM mit dem Bootloader von XPENOLOGY. Der große Vorteil: Ich kann auch noch andere Sachen damit prima erledigen. Auf den meisten läuft nebenher noch die Controllersoftware der Unify-APs, damit gibt es prima Nutzungsstatisktiken und ich kann jederzeit das WLAN kontrollieren…
Aber ich schweife ab. Ich gebe also der Software Benutzernamen und Passwort mit. Diesen Benutzernamen und Passwort kennt nur das NAS und die Sicherungssoftware. Damit läuft ein eventueller Trojaner ins Leere. Er kann alle Netzlaufwerke und auch die Daten auf dem RDX verschlüsseln – alle wichtigen Daten sind zusätzlich auf dem NAS in Sicherheit.
Ich bin also in der Lage, in kürzester Zeit die Daten wiederherzustellen und das System wieder ans laufen zu bringen.
Kunden ohne Wartungsvertrag mit NAS
Hier richte ich die oben erwähnte Software ein und gebe dem Kunden eine Anleitung an die Hand – der Rest ist dann seine Sache…
Kunden ohne Wartungsvertrag ohne NAS
In diesem Fall entweder die externe Festplatte mit allen Konsequenzen oder die externe Festplatte an die FritzBox – was wieder NAS bedeutet. Übrigens sichert Veeam Backup Free auch auf externe Festplatten, da kann die Software so konfiguriert werden, das beim Anstecken der Platte das Backup startet….