Schreck am Samstag nachmittag

Eben schreckt mich mein „neuer“ Rechner mit einem BSOD aus meiner nachmittäglichen Ruhephase. Beim obligatorischen Neustart sind alle Schirme schwarz, nur der Hauptschirm meine lapidar „FreeDOS“ mit einem blinkenden Cursor. Super, zumindest das Diskettenimage auf der Datenplatte findet die Kiste noch. Aber was ist mit der System-SSD? Da liegen alle Daten und die Programme…

Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten:

  1. Ich spiel die Sicherung von gestern zurück und mach weiter als ob nichts gewesen wäre. Installiert hab ich nix, alle neuen Dateien sind eh im Netzwerk und die E-Mails werden halt neu vom IMAP-Server geladen. Dauert ca. 45 min, da kann ich bequem was lesen. ODER:
  2. Ich mach ein paar Fingerübungen und teste mich selber, ob ich solche Probleme noch „zu Fuß“ lösen kann…

Ich hab mich natürlich für 2.) entschieden. Kurz als Erinnerung für ähnliche Fälle:

  • booten von Installations-DVD oder eben Netzwerk und Fehler identifizieren. Schauen, was die „Systemreparatur“ so meint – aha, Fehler in der Partitionstabelle. Zu 95% kann Windows das selbst beheben – auch hier hat es behauptet, die Fehler sind behoben.
  • Jetzt steht nicht mehr „FreeDOS“ da sondern „Partition Table invalid“. Auch schön. Weiter im Text.
  • WinPE-Rettungsumgebung per PXE-Boot laden und „TestDISK“ starten. Vorsicht!!! Wer mit dem Teil noch nie gearbeitet hat und keine Ahnung von Partitionierung und ähnlichem hat – FINGER WEG!!.
  • SSD auswählen, Partitionen suchen lassen, überprüfen, ob es die richtigen sind, Partitionstabelle schreiben lassen und neustarten.
  • Windows wird jetzt noch einmal die Systemstartreparatur durchführen und den bcd (boot configutation data) Bereich neu schreiben.
  • Fertig -Windows startet wieder als wäre nie etwas gewesen…
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em-Client – Outlook-Feeling für lau

Im Zuge meiner Cloud-Einrichtungen ist mir aufgefallen, das sowohl Thunderbird als auch Outlook ohne Zusatzsoftware nicht vernünftig mit CalDAV & CardDAV-Servern umgehen können. Thunderbird wird nicht mehr weiterentwickelt, Outlook kennt nur sich.

Ich bin dann auf den em-Client gestoßen, der meiner Meinung nach das Potential hat, hier eine Lücke zu schliessen. Für Privatanwender kostenlos, recht umfassend konfigurierbar und in der Lage, auch viele Konten zu verwalten.

Ich hab den jetzt auf den Rechnern meiner Töchter installiert. In Verbindung mit der ownCloud haben die jetzt einen geteilten Schulkalender, in dem sie alle schulischen Termine eintragen können, den die Mama dann auch gleich sieht.

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Und wieder ein iPhone befreit…

Gestern habe ich endlich die Geräte der kleinen Maus umgestellt.

Aufgabenstellung wie bei der großen: lokale Kontakte aus dem iPhone in die ownCloud.

Das letzte mal hab ich das ganze ja über den Umweg mehrerer Programme gemacht. Es muss aber noch einen anderen Weg geben, dachte ich so bei mir. Ich habe dann auf dem PC erst mal iTunes aktualisiert und die Systemsteuerung für iCloud installiert. In iTunes für das iPhone anschliessend die Syncronisation auf iCloud geändert, damit sind die Daten in der iCloud gelandet. Jetzt in der iCloud unter www.icloud.com das Adressbuch exportiert in eine Adressbuchdatei. Diese Adressbuchdatei habe ich nun in OwnCloud hochgeladen und dorf auf die Kontakte gezogen. Ca. 20 Sekunden später waren alle Kontakte da. Prima. Das Zwischenziel „lokale Kontakte“ befreien war erledigt.

Zum aufräumen hab ich als erstes alle Kontakte in der iCloud gelöscht und mich ausgeloggt. Leider kann ich die Daten dort nur komplett löschen, in dem ich die Apple-ID lösche, aber das ist ja nicht gewollt…
Auf dem iPhone per CalDAV und CardDAV die Syncronisation mit der Cloud eingerichtet und auch hier die iCloud gelöscht. Damit ist das iPhone eingerichtet. Abschliessend noch die ownCloud-App installiert und eingerichtet.
Als Fingerübung und zum vertiefen der Vorgehensweise im älteren Brain das ganze noch mal auf dem iPad wiederholt.

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Kleine Ursache – aber riesen Wirkung

Gestern war ich bei einem Kunden, welcher seine betagte Fritzbox 7170 in Verbindung mit einem Motorola Kabelmodem von Unitymedia durch eine FritzBox 6360 Cable hat ersetzen lassen. Der „Techniker“ hat das von mir an der FON3-Klemmleiste angebrachte Telefonkabel abgeknippst. Hätte zwar gereicht, die beiden Federklemmchen zu öffnen, aber gut. Nach Aussage meines Kunden beschränkt sich die Schulung dieser „Techniker“ auf farbige Bilder der verschiedenen Anschaltszenarien. Was die Technik so nicht hergibt, wird auch nicht gemacht. Grundsätzlich ging auch alles, nur mit der Konfiguration und eventuellen Fehlern lässt man den Kunden dann im Regen stehen – bildlich gesprochen. Die eigentliche Konfiguration war schnell gemacht – aber das ISDN-Telefon am internen S0 wollte nicht. Da es aber direkt an der Box wollte, musste der Fehler in (meiner) Verkabelung zu suchen sein.

Ich bin heute mit dem entsprechendem Testequipment plus Ersatzteile also wieder zum Kunden. Auch mein Prüftelefon wollte so gar keinen Kontakt herstellen, der ISDN-Tester blieb auch dunkel. Also blieb noch als letztes der Kabeltester. Ist zwar eigentlich für Netzwerkkabel gedacht, aber 3/6 und 4/5 hat ISDN ja auch. Und schon war der Fehler gefunden. 3/6 hatte irgendwo einen Kurzschluß mit dem Schirm. Dose raus, alle Adern neu aufgelegt, im Kellerverteiler noch mal mit dem LSA-Werkzeug über die Kabel – das Problem war behoben.

Interessant war der Anruf bei AVM – eventuell haben die ja am S0 irgendwas geändert, obwohl das bei eindeutigen Spezifikationen für diesen Bus ja eigentlich nicht sein kann. Ich habe festgestellt, das die AVM-Supporter wie immer nett, höflich und bemüht sind, das eigentliche Problem aber oft nicht erfassen und mit vorgefertigten Support-Dokumenten antworten. Zugegebenermaßen wird das vermutlich in 98% der Fälle auch ausreichen….

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Spannend, so ein Update

Heute habe ich mich entschlossen, meine Wolke schnell noch auf die Version 7.01 zu heben. Da ich grundsätzlich ein fauler Mensch bin, wollte ich das mit so wenig Aufwand wie möglich realisieren. Alles, was an Dateien in der Wolke liegt, gibt es noch auf meinen Rechnern – Backup nicht nötig. Kontakte und Kalender sind auch noch auf dem Mobilgeräten – was soll also schiefgehen.

Ergo habe ich mich als Administrator eingeloggt und flugs das Update gestartet. Im Gegensatz zu einem „echtem“ Server – egal ob Windows oder Linux – gibt es beim WebSpace allerdings keine Möglichkeiten, den Fortschritt außer über die per GUI ausgegebenen Zeilen zu verfolgen. Backup – erfolgreich. Lade Daten herunter – erfolgreich. Entpacke Dateien – erfolgreich. Kopiere Daten – überaus kryptische Fehlermeldung. Das war der Zeitpunkt, an dem ich dachte „War ja klar…“.

Also, dann von Hand:

  1. Einloggen in den WebSpace-Explorer (ginge auch per FTP, ist aber deutlich langsamer)
  2. Für Sicherheits-Junkiees: OwnCloud-Ordner als Backup kopieren
  3. alles außer „Data“ & „Config“ im OwnCloud-Ordner beherzt löschen
  4. aktuelle Version als Archiv auf den eigenen Rechner downloaden
  5. Archiv entpacken
  6. entpackte Dateien außer „Config“ per FTP in den Owncloud-Ordner schieben (Achtung – dauert etwas!!)
  7. Nun die Startseite aufrufen. OwnCloud meint jetzt, sich Aktualisieren zu müssen.
  8. Nix mehr. Fertig. Einloggen und gut….

Ich hätte jetzt noch gern eine etwas schickere WebOberfläche, aber das kommt auch noch…

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