Eben schreckt mich mein „neuer“ Rechner mit einem BSOD aus meiner nachmittäglichen Ruhephase. Beim obligatorischen Neustart sind alle Schirme schwarz, nur der Hauptschirm meine lapidar „FreeDOS“ mit einem blinkenden Cursor. Super, zumindest das Diskettenimage auf der Datenplatte findet die Kiste noch. Aber was ist mit der System-SSD? Da liegen alle Daten und die Programme…
Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten:
- Ich spiel die Sicherung von gestern zurück und mach weiter als ob nichts gewesen wäre. Installiert hab ich nix, alle neuen Dateien sind eh im Netzwerk und die E-Mails werden halt neu vom IMAP-Server geladen. Dauert ca. 45 min, da kann ich bequem was lesen. ODER:
- Ich mach ein paar Fingerübungen und teste mich selber, ob ich solche Probleme noch „zu Fuß“ lösen kann…
Ich hab mich natürlich für 2.) entschieden. Kurz als Erinnerung für ähnliche Fälle:
- booten von Installations-DVD oder eben Netzwerk und Fehler identifizieren. Schauen, was die „Systemreparatur“ so meint – aha, Fehler in der Partitionstabelle. Zu 95% kann Windows das selbst beheben – auch hier hat es behauptet, die Fehler sind behoben.
- Jetzt steht nicht mehr „FreeDOS“ da sondern „Partition Table invalid“. Auch schön. Weiter im Text.
- WinPE-Rettungsumgebung per PXE-Boot laden und „TestDISK“ starten. Vorsicht!!! Wer mit dem Teil noch nie gearbeitet hat und keine Ahnung von Partitionierung und ähnlichem hat – FINGER WEG!!.
- SSD auswählen, Partitionen suchen lassen, überprüfen, ob es die richtigen sind, Partitionstabelle schreiben lassen und neustarten.
- Windows wird jetzt noch einmal die Systemstartreparatur durchführen und den bcd (boot configutation data) Bereich neu schreiben.
- Fertig -Windows startet wieder als wäre nie etwas gewesen…